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Autor Thema: Tenorsax
Terminiert - zu spät ... so kann´s gehen
Gelöscht

ID # 361


  Erstellt am 06. Juli 2003 13:25 (#1)  |  Zitat Zitat
Hi,
als Tenorsax spieler würde mich interessieren wie man ein Tenor optimal pflegt.

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Monschder
Kennt sich schon aus
**
ID # 286



-959-060-23
  Erstellt am 07. Juli 2003 20:44 (#2)  |  Zitat Zitat   PN PN   E-Mail E-Mail   HP HP
Also ich würde sagen:
Auf den Boden legen und darauf herum hüpfen.
Dann ein richtiges Instrument kaufen.
Z.B. ein Schlagzeug.

Gruß
PS: :bier: :bier: :bier:

Beiträge: 100 | Mitglied seit: März 2003 | IP-Adresse: gespeichert
Terminiert - zu spät ... so kann´s gehen
Gelöscht

ID # 359


  Erstellt am 07. Juli 2003 23:35 (#3)  |  Zitat Zitat
hallo hexer

waaaas?du willst ein tenor-sax pflegen?
mein lieber,da hast du dir aber einiges vorgenommen...
am besten gehst du schritt für schritt vor:
sax aus dem koffer holen,
verschraubungen von den stegen lösen,
darauf achten,das die naturkorken nicht abfallen,wegen brüchig und so,
einen ortsnahen metall-verarbeiter mit deinen teilen aufsuchen,
falls der über löt-und biegekenntnisse verfügt,frage ihn
was er daraus machen kann,
würde dir im vorfeld empfehlen,ein 7-c mundstück anzuschaffen,
danach den sax-koffer bei e-bay veräussern(vielleicht als dachbodenfund),
dort gibt es auch bestimmt den passenden gig-bag für dein neues teil
:hihi: :hihi: :hihi: :hihi: :hihi: :hihi: :hihi:

mit lieben grüssen

weisnichtgenau

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Terminiert - zu spät ... so kann´s gehen
Gelöscht

ID # 361


  Erstellt am 26. Juli 2003 07:58 (#4)  |  Zitat Zitat
Hi@all,
die antworten sind wohl alle etwas Bierselig.
Ein richtiges Instrument anschaffen? EinSchlagzeug?
Du musst noch sehr Jung sein und hast noch nicht gemerkt das es bei den Mädels nichts hilt, wenn man gut schlagen kann. Versuch es doch mal mit blasen.
:bb: :prost:

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pflegenaufteufelkommraus
Gast




  Erstellt am 27. Juli 2003 21:11 (#5)  |  Zitat Zitat
Blechblasinstrumente und deren Pflege

Lagerung
Blechblasinstrumente sollten eigentlich immer im Etui oder Gigbag aufbewahrt werden, denn durch Staub oder Hitzeeinwirkungen verdrecken die Ventile und die Öle verdunsten schneller.

Instrument durchwaschen
Regelmäßiges durchwaschen des Instruments ist unbedingt erforderlich, denn Speichelreste im Inneren beeinflussen die Intonation, Ansprache und den Klang. Speichelreste enthalten auch sehr aggressive Bestandteile, welche die Rohre , Bögen oder den Maschinenstock von innen angreifen und zersetzen können.

Reinigungsanleitung
Stimmzüge vom Instrument entfernen und in ein Becken mit einer leichten Lauge legen (z. Bspl. Seifenwasser). Das Wasser sollte nicht zu heiß sein und das Instrument sollte zum Aufweichen der Rückstände nicht länger als 5 Minuten im Wasser bleiben, da ansonsten Lackschäden am Instrument entstehen. Danach greift man zum Reinigungsset (z. Bspl. Reka Reinigungsset o. Spiralreiniger). Reinigungsteil 1 (Schnur) mit der kleinen Kugel voran in jedes Rohr einzeln einfädeln und langsam durchziehen. Immer den kürzesten Reinigungsweg wählen. Es sind alle Rohre, auch die Ventilverbindungen zu erreichen. Bei Drehventilen, die Stellung des Ventils entsprechend umschalten. Danach alle Teile mit reinem Wasser durchwaschen – dazu sollte man eine Reinigungsdüse verwenden! Aufpassen heißt es bei kalkhaltigem Wasser, wenn das Wasser nämlich trocknet, kann sich Kalk absetzen und die Ventile fangen an zu stecken. Danach alle Teile mit einem sauberen Tuch trocknen und von den restlichen Öl und Fettresten entfernen.

Reinigen des Mundstücks
Das Mundstück sollte mindestens 1x in der Woche gereinigt werden, denn ein verdrecktes Mundstück erzeugt ein Rauschen im Ton. Für die Hygiene empfiehlt sich ein Mundstück- Desinfektor, welchen verschiedene Firmen anbieten. Dieser reinigt und desinfiziert das Mundstück und zugleich ist diese Behandlung bei empfindlichen Lippen vorbeugend gegen Fieberblasen. Auch sollte das Mundstück immer in einem Etui / Hülle aufbewahrt werden, denn es zählt mit zum Wertvollsten für einen Bläser.

Öle
Dabei ist es ganz wichtig, das richtige Öl für das richtige Teil zu verwenden.
Öle sollten:

Absolut verharzungs und säurefrei sein
Kältebeständig bis ca. – 10° sein
Langzeitwirkung durch geringe Verdunstung haben.
Grundsätzlich ist es so, daß dünnflüssige Öle für Ventilgehäuse und dickflüssige für Gelenke und Druckwerk verwendet werden.

Für die richtige Pflege von Zylindermaschinen sind 3 verschiedene Öle erforderlich:

Druckwerk = dickflüssiges Öl (Z.Bspl. Kreul Präzisonsöl )
Spindel = etwas dünneres (Z.Bspl. Yamaha Spindel Öl )
Ventilgehäuse = ganz dünnes Öl (Z.Bspl. Hybrid Rotor Öl )


Zylindermaschinen ölen
Zuerst sollte man alle alten Ölreste mit einem sauberen Fetzen entfernen, danach Druckwerk und Kugelgelenke leicht einölen und durchtesten. So kann sich das Öl in allen Gelenken gleichmäßig verteilen. Danach Ventilschraubdeckel entfernen und den Falzdeckel reinigen. Bei dieser Gelegenheit auch gleich die eingefeilten Zeichen überprüfen ob das Ventil richtig eingesetzt ist. Sind Schraub- und Falzdeckel gereinigt, werden die Laufzapfen geölt. Es sollten auch alle Federn und Stifte eingeölt werden, denn dadurch werden Rostentwicklungen verhindert. Optimales Wartungsintervall - je nach Öl und Spielzeit – ist alle 3 - 4 Wochen.
Zu empfehlen sind : Kreul Präzisionsöl , La Tromba , Hybrid Öl u.ä.m.


Perinetmaschinen ölen
Alte Ölreste mit einem sauberen Tuch von Ventilen und Ventilbuchse entfernen, danach gleichmäßig kleine Öltropfen auf die Gleitflächen aufbringen. Das garantiert, durch die Bildung eines gleichmäßigen Ölfilms, die genaue Kompression und das optimale Ablaufen des Druckvorganges.
Empfehlenswerter Wartungsintervall - je nach Öl und Spielzeit - ist 1x pro Woche.

Zu empfehlen sind : Kreul Präzisionsöl , La Tromba , Fast Ventilöl , Hybrid Öl u.ä.m.


Züge einfetten
Es ist absolut wichtig, daß die Züge in regelmäßigen Abständen eingefettet werden. Müssen steckengebliebene Züge gängig gemacht werde, so kostet das wohl um einiges mehr als eine Dose Fett. Optimal funktionieren sollten vor allem auch die Stimmzüge! Die Züge werden wieder von alten Fettresten entfernt, sollten sich Grünspanablagerungen gebildet haben , kann man dies mit einem Metallputzmittel z.B. Unipol entfernen. Danach werden die sauber geputzten Züge leicht mit Zugfett eingefettet. Züge die als Tonausgleich (Trigger) fungieren werden geölt !

Posaunenzüge
Zuerst das Instrument optimal durchwaschen und den Zug von alten Fettresten innen und außen säubern. Trocknen sie den Innen- bzw. Außenzug, bevor sie ihn präparieren, nach der Naßreinigung gründlich ab. Es gibt verschiedene Zugfette, doch in letzter Zeit hat sich Silde-O-Mix immer mehr als verläßliches Mittel für Posaunisten herauskristallisiert. Jeder Zug verhält sich konstruktions- und gebrauchsbedingt anders. Die für ihren Zug optimale Dosierung der einen oder anderen Komponente werden sie relativ schnell selbst herausfinden. Wenn Sie bisher Ihren Zug mit einer Creme oder mit Fett geschmiert haben und Slide-O-Mix einmal testen wollen , werden sie nun vielleicht feststellen, das alte verhärtete Fettrückstände trotz Reinigung im Zug verbleiben und sich jetzt lösen. Es empfiehlt sich somit zu Beginn, den Zug entsprechend öfter zu säubern, damit Ihr Zug durch diese gelösten Rückstände nicht behindert wird.

Putzen von unlackierten oder versilberten Instrumenten
Bei unlackierten Instrumenten ist es einfach so, daß man eigentlich ständig am putzen ist, denn Schweißrückstände werden bei jeder Berührung sichtbar. Altbewährt ist das Metallputzmittel Unipol - für versilberte Instrumente gibt es auch verschiedene Silber-Sprays. Sollte jemand Streß mit der ewigen Putzerei haben , zahlt es sich bei einem guten Instrument aus, dieses einbrennlackieren zu lassen. Preisauskunft erteilt Ihnen gerne Ihr Fachhändler !

Lackpflege
Auch lackierte Instrumente sollten regelmäßig gepflegt werden. Dazu gibt es verschiedene Lacksprays (Z.Bspl. La Tromba Lacquer Polish; Yamaha-Lackpolitur u.a.m). Durch die regelmäßige Pflege mit dem Spray bildet sich ein Wachsfilm, welcher Lack und Instrument schützt. Außerdem hat man immer ein sauberes und gepflegtes Instrument in der Hand und das macht das Musizieren noch schöner.

Handschutz
Ist für jene empfehlenswert, die aggressiven Schweiß haben. Aggressiver Schweiß greift Lack und Instrumentenmaterial an und vermindert dadurch auch die Lebensdauer des Instrumentes.

Ersatzteile für den Notfall
Wasserklappenkork
Gummiring (falls eine Feder bricht)

- Maschinenkork (Gummi)

Wenn sie diese Pflegetips einhalten, werden Sie mit Ihrem Instrument lange Zeit viel Spaß und Freude haben und einiges Geld für unnötige Reparaturen und Service sparen.




(c) 2003, Musik Aktiv



:deal:

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einungepflegter
Gast




  Erstellt am 27. Juli 2003 21:17 (#6)  |  Zitat Zitat
Holzblasinstrumente und deren Pflege

Lagerung

Da Holz ein natürlicher Werkstoff ist, reagiert das Instrument (Holzblasinstrument) sehr empfindlich auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen. Wenn es einem plötzlichen klimatischen Wechsel ausgesetzt wird, kann sich die Röhre ausdehnen oder zusammenziehen, was wiederum ein Klemmen der Zapfenverbindungen oder gar Risse zur Folge haben kann.

Deshalb sollten Sie dringlichst folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten:

Das Instrument vor plötzlichen Temperatur und Feuchtigkeitsänderungen schützen.
Nicht direkter Sonneneinstrahlung oder Wärmequellen wie Heizkörper, Ofen und dergleichen sowie Regen oder Nässe aussetzen. Ganz wichtig ist dies vor allem für Holzinstrumente wie: Blockflöte, Klarinette, Oboe, Querflöte aus Grenadilholz oder Fagott.
Anmerkung: Eine sorgfältig ausgeführte Reparatur eines Risses schadet weder der Intonation noch der Tonqualität Ihres Instruments!

Einfetten der Zapfenkorken und Zusammensetzen der Instrumententeile

Beim Zusammensetzen ist unbedingt darauf zu achten, daß die Mechanik nicht beschädigt und verbogen wird. In regelmäßigen Abständen müssen deshalb die Zapfenkorken bzw. die Steckverbindungen mit geeignetem Korkfett eingefettet werden. Wichtig ist dies vor allem bei neuen Instrumenten, welche von den Erzeugern immer ungefettet (damit diese nicht verschmutzen) geliefert werden. Von Zeit zu Zeit sind die Zapfenverbindungen von alten Fettrückständen zu reinigen.

Einspielen eines neuen Instruments

Neue Instrumente (Holzinstrumente wie Klarinette, Oboe, Fagott usw.) dürfen anfangs nur kurze Zeit , höchstens jedoch 30 Minuten gespielt werden. Damit ist gewährleistet, daß sich das Holz an die Feuchtigkeit und die Wärme, die beim Blasen entsteht, gewöhnen kann. Damit sich das Instrument an Ihre individuellen Klangvorstellungen anpassen kann, ist es zu empfehlen, während der ersten 4 Wochen lange Töne – vom pp zum ff und zurück – auszuhalten.

Stimmung des Instruments

Die Stimmung der Instrumente ist stark temperaturabhängig.

Es ist erstaunlich, daß mit einem kalten Instrument bei einer Raumtemperatur von 17° C vielleicht gerade a1 = 440 Schwingungen erreicht werden, mit einem gut erwärmten Instrument und der Raumtemperatur von 21° bis 22°C aber für das a1 445 oder mehr Schwingungen möglich sind. Bevor Sie Ihr Instrument stimmen, sollten Sie es daher durch leichtes Durchblasen aufwärmen! Das Stimmen der Klarinette wird durch ausziehen der Birne aus dem Oberstück bewerkstelligt. Dadurch kann es jedoch zu Stimmungsproblemen in der Duodezime kommen. Bei dem von Günther Eder entwickelten verstellbaren Klarinettenfaß wird dieses Problem ausgeschalten.

Stellung des Stimmkorkes (betrifft: "Querflöte";)

In regelmäßigen Abständen sollte die Position des Stimmkorkes überprüft werden, denn Verschiebungen können die Intonation beeinflussen. Dazu wird der Reinigungsstab ins Kopfstück eingeführt und überprüft, ob sich die Einkerbung des Stabes in der Mitte der Mundplattenöffnung befindet. Falls sich der Stimmkork nicht mehr an der richtigen Stelle befindet, kann dies korrigiert werden. Fragen Sie dazu Ihren Fachhändler.

Abnehmen und Lagern des Rohrblattes

Mundstück und Blatt können leicht beschädigt werden, und jeder weiß, wie schwer es ist, ein gutes Blatt oder Mundstück zu finden. Also aufpassen darauf, zumal ja ein Mundstück, aber auch das Blatt, einiges kostet. Nach dem Gebrauch das Rohrblatt vom Mundstück nehmen, mit einem sauberen Tuch trocken und danach in ein geeignetes Blattetui geben. Das erhöht die Lebensdauer der Blätter wesentlich. Beim Abnehmen immer darauf achten, daß die Spitze des Rohrblattes nicht beschädigt wird. Die Bearbeitung der Blätter ist wieder ein eigenes Kapitel.

Entfernen der Feuchtigkeit aus dem Mundstück

Um Feuchtigkeit und Schmutz zu entfernen, ziehen Sie einen Durchziehwischer durch das Mundstück. Dabei heißt’s vorsichtig sein, damit die Mundstückinnenseite nicht zerkratzt wird. Ziehen Sie das Tuch stets von der Zapfenseite her durch. Wie überall, so sammeln sich auch in jedem Instrument Bakterien an. Deshalb ist ganz besonders bei den Mundstücken darauf zu achten, daß diese penibel gereinigt werden. Zu empfehlen ist auch, das Mundstück von Zeit zu Zeit mit einem Mundstückdesinfektionsspray zu reinigen.

Trocknen der Röhre und der Polster

Während des Musizierens sollte man nach Möglichkeit keine Zuckerln lutschen oder Limonade trinken,

denn durch den klebrigen Speichel werden das Instrument und die Polster richtiggehend versaut. Zum Reinigen der Röhre gibt es verschiedenste Hilfsmittel, wobei das Leder- oder Stofftuch mit Stab wohl eines der gebräuchlichsten ist. Aber auch auf diesem Sektor gibt es immer wieder innovativ Hersteller und somit viele Neuigkeiten, über die man sich vom Fachhandel informieren lassen sollte. Die Innenreinigung ist ja nicht nur wichtig, damit das Instrument sauber bleibt, sie ist auch sehr wichtig, damit sich keine Bakterien im Instrument ansammeln können. Feuchtigkeit sammelt sich vor allem an den Zapfenverbindungen an und kann dort zu Rissen führen. Deshalb sind vor allem auch die Zapfen und Zapfenaufnahmen mit einem Reinigungstuch gut zu trocknen! Zum Entfernen der Feuchtigkeit auf den Polstern gibt es ein eigenes Reinigungspapier (Z.Bspl. von Yamaha), aber, es muß nicht unbedingt ein Reinigungspapier gekauft werden, es geht auch ganz gut mit Löschpapier. Reinigungspapier zwischen Tonloch und Polster geben und danach die Klappe mehrmals leicht zudrücken, sodaß die Feuchtigkeit aufgesaugt wird. Gegen die Wasserbildung in den Tonlöchern gibt es von BG ein sogenanntes "Drying up Spray", welches unerwünschtes Wasser in den Tonlöchern und auf den Polstern auftrocknet. Um das Festkleben von Klappen zu verhindern oder klebrige Klappen zu behandeln, gibt es von der Firma Yamaha ein sogenanntes "Powder Paper" (Puderpapier) welches eine sehr gute Wirkung hat. Speziell bei Querflöten ist darauf zu achten, daß die Polster , welche aus Fischhaut und sehr empfindlich sind, bei der Reinigung nicht beschädigt werden

Säubern der Aussenfläche

Das Äußere des Instruments sollte man mit einem Poliertuch, aber auch ein feines Baumwolltuch ist dafür gut geeignet, reinigen. Dabei aber immer wieder darauf achten, daß bei der Mechanik - welche sehr empfindlich ist - nichts verbogen wird! Verfärbte Mechanikteile (vor allem bei versilberter Mechanik) können mit einem Silberputzmittel oder Silberputztuch gereinigt werden. Agressiver Handschweiß greift die versilberten oder vernickelten Klappenteile an und deshalb ist es unbedingt zu empfehlen das Instrument nach jedem Gebrauch zu reinigen! Bei lackierten Instrumenten darf keine Metallpolitur verwendet werden, dafür gibt es Lackputzmittel!

Einölen des Instruments

Die Innenfläche eines Holzinstrumentes sollte von Zeit zu Zeit und je nach Bedarf eingeölt werden. Dazu eignet sich am besten sogenanntes Holzöl (Bore Oil), welches wiederum verschiedenste Hersteller anbieten und das dem Eindringen von Feuchtigkeit ins Holz entgegenwirkt und so das Holz vor Rissen und möglichen Verformungen schützt und zusätzlich auch noch Bakterien abtötet. Man sollte dabei aber unbedingt darauf achten, nur geeignetes Öl zu verwenden. Nicht jedes Öl ist von der chemischen Zusammensetzung her dafür geeignet. Fragen Sie ihren Fachhändler!

Die Vorgangsweise beim Einölen ist wie folgt:

Ein Reinigungstuch mit einigen Tropfen Öl benetzen und mehrmals durch die Röhre ziehen. Dabei ist aufzupassen, daß das Tuch nicht zu stark mit Öl getränkt wird und dadurch Öl auf die Polster gelangt und diese beschädigt. Auch sollte man nicht vergessen, auf die Vorderflächen der Zapfen und Zapfenaufnahmen etwas Öl aufzutragen.

Einölen der Mechanik

Damit die Mechanik geräuschlos und leichtgängig bleibt, sollte diese von Zeit zu Zeit mit Klappenöl (Key Öl) geschmiert werden. Zu diesem Zweck genügt ein feiner Tropfen Öl, welcher auf alle Stellen der Mechanik wo bewegliche Metallteile aufeinander reiben, aufgebracht wird. Dafür gibt es im Fachhandel hervorragende Hilfsmittel und es sollte wiederum nur dafür geeignetes Öl verwendet werden!

Reinigen der Tonlöcher

Das innere der Tonlöcher kann mit einem Tonlochreiniger gesäubert werden, der sich auch gut zum Entfernen von Schmutz unter oder zwischen den Teilen des Mechanismus eignet. Aber auch Wattestäbchen oder Opas Pfeifenreiniger eignen sich ganz gut dazu.

Immer wieder darauf achten, daß die Mechanik nicht verbogen wird!

Aufbewahrung

Bewahren Sie Ihr Instrument bei Nichtgebrauch in seinem oder einem dafür geeigneten Koffer oder Gig Bag auf und legen Sie keine losen Gegenstände oder Dinge in den Koffer, die Druck auf das Instrument ausüben und somit die Mechanik beschädigen können.

Pflege der Reinigungsgeräte / Tücher / Leder

Damit sich keine Bakterien in den Reinigungstüchern (Leder) und Geräten ansammeln können, ist es empfehlenswert, diese vorsichtig und in regelmäßigen Abständen in Seifenwasser (z.Bspl. Kernseife) auszuwaschen. Beim Reinigen von Ledertüchern ein bißchen Salz ins Wasser geben, dadurch bleibt das Leder geschmeidig.

Firmen welche unter anderem auch Pflegemittel anbieten:

Yamaha, Bg, Reka, Kreul, La Tromba, Helin, La Voz, UMI, Holton, Bach, a&S u.a.m

Wenn Sie diese Pflegetips einhalten, werden Sie mit Ihrem Instrument lange Zeit viel Spaß und Freude haben und einiges Geld für unnötige Reparaturen und Service sparen.



Kleinreparaturen bei Holzblasinstrumenten für den Notfall

Nachdem sich die erste Aufregung über das nicht mehr funktionierende Instrument gelegt hat, sollte man sich in aller Ruhe daran machen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Liegt es am fehlenden Kork (Klappe schließt nicht), einer mechanischen Veränderung (Klappe verbogen) oder ist mit der Polsterung etwas nicht in Ordnung?. Um sich in allen 3 Fällen behelfen zu können, sollte man stets ein kleines Reparaturset in greifbarer Nähe haben. Ein solches kann zum Beispiel aus folgenden Utensilien bestehen:
Satz Feinmechaniker-Schraubenzieher (günstig erhältlich in den Baumärkten), eine kleine Pinzette, ein kleines Paketmesser, einige nicht zu große Gummiringe, ein cirka 10cm langes doppelseitiges Klebeband (oder kleine Tube Patex), Wattestäbchen, Reinigungsbenzin und eine Korkplatte ca 5x5cm und nicht zu dünn (kann mit dem Messer ja auf jede Stärke zugeschnitten werden). Lassen Sie sich Ihr kleines Reparaturset von Ihrem Fachhändler zusammenstellen!

Korken erneuern

Stellen, an denen Korken aufgeklebt werden sollen, müssen zuerst gesäubert (Wundbenzin o.ä.)werden und danach kann der Korken, welcher vorher mit dem Paketmesser auf die richtige Größe zugeschnitten wurde, mit dem Klebestoff aufgeklebt werden.

Loser Polster

Ein loser Polster vor dem Auftritt zählt wohl zu den unangenehmsten Dingen für jeden Holzbläser. Aber auch hier kann man mittels doppelseitigem Klebeband oder einem Klebestoff den Schaden kurzfristig beheben und nach dem Auftritt das Instrument zum Fachmann bringen. Ein verlorengegangener Polster vor einem Auftritt, das bedeutet wohl den absoluten Super Gau, deshalb ist es zu empfehlen, sich beim Fachmann Reservepolster zu besorgen. Bei einer Blaskapelle, sollte diese Aufgabe für alle Instrumentengruppen der Instrumentenwart übernehmen.

Justierarbeiten

Grundsätzlich sollten mechanische Justierarbeiten an den Stellschrauben nur in der Fachwerkstätte ausgeführt werden. Interessierte Musiker sollten sich jedoch nicht scheuen, sich ihr Instrument einmal vom Instrumentenbauer etwas genauer erklären zu lassen um eventuell auftretende Justierarbeiten im Notfall mit einem Feinmechaniker-Schraubenzieher so gut wie möglich selbst durchführen zu können. Die Funktion einer abgebrochen Klappenfeder kann vorübergehend ein Gummiband übernehmen.

Regelmäßige Wartung zur Vorbeugung

Grundsätzlich sollte jedes Musikinstrument in regelmäßigen Abständen zur Wartung in eine Fachwerkstätte gebracht werden um auftretende Mängel im Vorfeld sofort beheben zu können. In größeren Zeitintervallen stellt sich aber auch die Frage einer Generalüberholung des Instruments. Darüber sprechen Sie am besten mit dem Instrumentenerzeuger und Fachmann Ihrer Wahl.






(c) 2003, Musik Aktiv





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Terminiert - zu spät ... so kann´s gehen
Gelöscht

ID # 359


  Erstellt am 27. Juli 2003 21:26 (#7)  |  Zitat Zitat
hi

falls ihr sonst noch fragen habt in sachen pflege,
werde ich natürlich weitereroiren.soll ich?

gruss W-N-G

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